Reformation des Herzens

Nach meinem [Jahr als Volunteer] bin ich angekommen – in meiner Berufung als Brückenbauer und Copilot für ein neues Gemeindeformat („Ekklesie“) in meiner Stadt. Eine Brücke braucht mindestens zwei „aktive“ Pfeiler: Der eine, aus dessen Richtung ich komme, ist die übergemeindliche [„CE“], angelangt bin ich in einer Ortsgemeinde des [Mülheimer Verbands]. In und mit beiden bin ich engagiert, nicht zuletzt als Basis für mein bürgerschaftliches Netzwerk in der Stadtteilarbeit – „eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts“ (Internetbischof Jacques Gaillot). Weiterlesen

Zeit für Reformation (2)

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Auf dem Leipziger Katholikentag 2016 haben es die Christen in Thüringen und Sachsen-Anhalt begriffen: Kirche ist in Zukunft nur dann glaubwürdig, wenn Konfessionen versöhnt und gemeinsam Menschen für Jesus gewinnen wollen. Auf Theologen, Bischöfe u. a. Hauptamtliche können wir nicht mehr länger warten!

Die pastoralen Konsequenzen, wenn die zentrale Botschaft des „Masterplans“ [Evangelii Gaudium] (bes. Nr. 3 und 164) in Deutschland ankommen würde, sehen aufgrund meiner Erfahrungen als „Kundschafter“ (4. Mos./Jos. 13) im [„Jahr des Aufatmens“] (2. Mos./Ex. 23, 12) in der freikirchlichen „Mutter der deutschen Pfingstbewegung“ [Mülheimer Verband] folgendermaßen aus: Weiterlesen

Zeit für Reformation (1)

konzils-komp_128„Reformation braucht Zeit“ meinte der [Gewinner des Osnabrücker Preacher-Slams] vom Herbst 2016 in seiner Predigt in unserer Gemeinde. Klar, Bekehrung und alles was damit zusammenhängt ist ein Wachstumsprozess. Aber was ist, wenn ich „den Kairos“ verpasse? – also den richtigen Moment, um eine Entscheidung zu treffen, oder eine Verantwortung zu übernehmen, oder ein Engagement einzugehen? Weiterlesen

Zitat

Zwischenruf: Missionale Kirche – es wurde doch schon längst gesagt

Es sind nicht nur Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils, die auch 50 Jahre danach noch nicht verstanden werden und ihrer Umsetzung harren (z.B. SC 9). Auch auf ökumenischer und evangelischer Seite gibt es Basistexte, die einen [grandiosen Stillstand der Kirchenentwicklung] dokumentieren. Alles schon mal dagewesen! Der [Blogger David Jäggi] hat diesen „Flashback“ akribisch aufgelistet:

Quelle: http://sola-scriptura.ch/oerk-missional-evanston-neudehli/

 

Elphi ist erwacht

elphi-300Dass musste gestern sein: Als „Butenhamburger“ (Hanseaten, die außerhalb der Stadt ihrer Kindheit und Jugend leben) kann mich die Eröffnung der Elbphilharmonie selbstverständlich nicht kalt lassen. Da tritt auch die Allianz-Gebetswoche 2017 ins zweite Glied zurück… Der Platz vor dem Fernseher konnte die Vorschusslorbeeren für das Akustik-Wunder verständlicherweise zwar nicht bestätigen, aber die Elphi ist auch rein optisch ein großartiges Bauwerk auf dem prominentesten Platz, den Hamburg, das „Tor zur Welt“, mitten im Hafen zu bieten hat. Warum ich darüber blogge, liegt an der hervorragenden [Rede, die Bundespräsident Joachim Gauck gehalten] hat. Weiterlesen

Dass alle eins seien! (Joh. 17, 21)

mehr17-3„Ut unum sint!“ (so heißt auch die Ökumene-Enzyklika PP. Johannes Pauls II. von 1995) Aufbruch ins Reformationsjahr, aber postkonfessionell! Man kann von der MEHR!-Konferenz des Gebetshauses Augsburg halten, was man will, aber was dort 2017 am Abend an „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) in den Messehallen mit 10.000 jungen und älteren Leuten und über 3.000 Fans zu Hause im Livestream passiert ist, hat das Zeug für eine neue Etappe als der „Ökumene der Herzen“, und zwar jenseits aller konfessioneller Beharrlichkeit. Weiterlesen

Reformation is possible!

 

Mit dieser Überzeugung gehe ich in das Reformationsjahr 2017. Für mich beinhaltet das nicht Museumspädagogik (bei allem sinnvollen Gedenken und Feiern), sondern Zukunftsorientierung. Die Wegweiser sind aufgestellt, vom [Lutherischen Weltbund], von [PP. Franziskus], von [Kirchenleitungen auch in Deutschland], und vielen hoffnungsfrohen Initiativen von Christen (siehe die Linkliste „Mein Netzwerk“): „Mehr Jesus!“ lautet kurz und knapp die Devise. Weiterlesen

Das war 2016!

Für den Jahresrückblick zitiere ich den Schluss aus meinem [Blogeintrag vom Anfang des Jahres]:

p-losung16„In meiner Gemeinde gibt es zum Jahresanfang die Möglichkeit, sich aus einem Körbchen mit Schriftworten eine persönliche Jahreslosung zu ziehen. Das berührt mich wieder sehr, denn Gott gibt mir keine netten Tipps, sondern stellt mir eine Frage:

„Wen soll ich senden? Wer will mein Bote sein?“ (Jes. 6, 8)

Die Antwort steht nicht mehr auf dem Kärtchen: „Ich bin bereit, sende mich“ Nur – das, was dann im Jesajabuch folgt, das möchte ich überhaupt nicht! Weiterlesen

Mensch werden …

Gott hat es uns vorgemacht! In Jesus hat er selbst alles auf eine Karte gesetzt, was ihn das irdische Leben kostete – aber sein Gott-Sein nicht auslöschen konnte. Wer diesem Gott ver-traut und ihm im persönlichen Leben alles zu-traut, der kann gar nicht anders, als sich tatkräftig gegen den immer weiter um sich greifenden Hass, das Misstrauen, die Unversöhnlichkeit und den Unfrieden um uns herum zu engagieren! Ein Evangelikaler kann unmöglich rechts sein – oder links: Er muss bei Jesus sein, und der war Mensch für die Menschen. Weiterlesen

„Ekklesia ist ein politischer Begriff!“

echt-logo_08_128Nun sehe ich ihn live auf der Bühne, Johannes Reimer, bei der „ECHT! 2016“, der Mitarbeiterkonferenz des Mülheimer Verbands Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV) im November 2016. Seine ekklesiologische Trilogie „Die Welt umarmen“, „Die Welt verändern“ und „Die Welt verstehen“ [siehe Literaturliste] habe ich als Weiterführung der Auswertung meines [Charismen-Seminars] verschlungen, als ich vor der Frage stand: Soll ich mich gesellschaftlich oder kirchlich engagieren? und mein Mentor die Gegenfrage stellte: Warum denn nicht beides? Lies mal Reimer, dann verstehst Du, dass die persönliche Beziehung zu Jesus und die Charismen des Heiligen Geistes nicht etwas für ein Wolkenkuckucksheim sind, sondern ganz konkret unser Leben hier auf der Erde verändern wollen! Weiterlesen