(1) Pfingsten 21

pf21_08_128Heiliger Geist, wirke unter uns!

Das war das Motto, unter dem sich ca. 2.000 Christen versammelt hatten, einträchtig in versöhnter Verschiedenheit. Die sOliver-Arena in Würzburg bot vom 30.09.–03.10.2016 ein Forum für gemeinsames Beten und Lernen der charismatischen Bewegungen von Katholiken, Landeskirchlern, Baptisten und Methodisten.

vatterUm es gleich vorweg zu sagen: Als wir als Vortrupp die Sporthalle mit 1.600 Stühlen und 80 Tischen fertig hergerichtet hatten, hat Pastor Heiner Christian Rust (baptist. Friedenskirche Braunschweig) beim Vorbereitungsgebet der Tagungsleitung mit den schon anwesenden Mitarbeitern in meiner Kleingruppe den „Nagel meiner Berufung auf den Kopf getroffen“. Ohne es zu ahnen hat er nicht nur für meinen Ordner- und Security-Dienst, sondern auch für die Zeit nach dem Kongress meine Aufgaben eindeutig benannt: Brücken bauen – Türen öffnen – Beziehungen knüpfen – Räume schaffen – Horizonte erweitern. Damit habe ich meinen Platz in der Kirche und im bürgerschaftlichen Engagement gefunden. Furchtlos, unverzagt und fröhlich darf ich [den Weg weiter gehen], auf den ich als Katholik im Mülheimer Verband geleitet wurde.

draussenDass dazu nicht das Abbrechen von Brückenpfeilern gehören kann, war mir ja schon vorher in etlichen Gesprächen auf beiden Seiten sehr deutlich geworden. Die [Charismatische Erneuerung] ist dabei für mich so etwas wie die Brücke. Sie soll „Kirche in Bewegung“ sein. Die Pfingstbewegung in Deutschland nahm [um 1905 herum in Mülheim an der Ruhr] ihren Anfang. 111 Jahre später, auf dem Kongress „Pfingsten 21“, wurde jeder Teilnehmer eingeladen, selbst in Bewegung zu kommen. Heiner Christian Rust lud uns dazu ein, sich in einigen Minuten der Stille auf „seinen persönlichen Bibelspruch“ zu besinnen, um sich dann in der Halle auf den Weg zu machen und mit offenen Augen das Gesicht eines bislang unbekannten Menschen zu suchen, von dem wir den Eindruck haben, ihm dieses Bibelwort prophetisch sagen zu sollen. Es entsteht ein heilsames Chaos. Alle laufen durcheinander, um sich dann zu finden und in wenigen Sätzen füreinander zu beten. Namen, Email-Adressen und Telefonnummern werden ausgetauscht, denn der Zuspruch mit Gottes Wort soll keine Einmal-Aktion sein. Der Kongress soll nachhaltig sein, durch gegenseitige Begleitung und persönliche Fürbitte in diesen neu entstandenen Zweierschaften – mindestens drei Wochen lang. Der Heilige Geist durchbricht an diesem Abend alle noch vorhandenen Konfessionsgrenzen zwischen uns.

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