„berührt – geführt“

Wanderexerzitien 2017 rund um die [„Benediktinerinnen-Abtei vom Heiligen Kreuz“ in Herstelle] bei Bad Karlshafen an der Weser. Vier volle Tage (außer An- und Abreise) mit Stundengebet, geistlichem Impuls, Schweigezeiten, Eucharistiefeier, Bibelarbeiten, Austausch in der Gruppe und ausreichendem Schlaf. Weiterlesen

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Kleine „Jause“

wander-titelZwischen „Zeit zur Reformation 1 und 2“ stand „W@nder – eine Konferenz für Pioniere“ auf dem Programm, veranstaltet von [Kirche²], ein Gemeinschaftsunternehmen der ev.-luth. Landeskirche Hannovers und des Bistums Hildesheim, das zum [fresh-X]-Netzwerk gehört. Weiterlesen

Zeit für Reformation (1)

konzils-komp_128„Reformation braucht Zeit“ meinte der [Gewinner des Osnabrücker Preacher-Slams] vom Herbst 2016 in seiner Predigt in unserer Gemeinde. Klar, Bekehrung und alles was damit zusammenhängt ist ein Wachstumsprozess. Aber was ist, wenn ich „den Kairos“ verpasse? – also den richtigen Moment, um eine Entscheidung zu treffen, oder eine Verantwortung zu übernehmen, oder ein Engagement einzugehen? Weiterlesen

Dass alle eins seien! (Joh. 17, 21)

mehr17-3„Ut unum sint!“ (so heißt auch die Ökumene-Enzyklika PP. Johannes Pauls II. von 1995) Aufbruch ins Reformationsjahr, aber postkonfessionell! Man kann von der MEHR!-Konferenz des Gebetshauses Augsburg halten, was man will, aber was dort 2017 am Abend an „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) in den Messehallen mit 10.000 jungen und älteren Leuten und über 3.000 Fans zu Hause im Livestream passiert ist, hat das Zeug für eine neue Etappe als der „Ökumene der Herzen“, und zwar jenseits aller konfessioneller Beharrlichkeit. Weiterlesen

Reformation is possible!

 

Mit dieser Überzeugung gehe ich in das Reformationsjahr 2017. Für mich beinhaltet das nicht Museumspädagogik (bei allem sinnvollen Gedenken und Feiern), sondern Zukunftsorientierung. Die Wegweiser sind aufgestellt, vom [Lutherischen Weltbund], von [PP. Franziskus], von [Kirchenleitungen auch in Deutschland], und vielen hoffnungsfrohen Initiativen von Christen (siehe die Linkliste „Mein Netzwerk“): „Mehr Jesus!“ lautet kurz und knapp die Devise. Weiterlesen

1.200 Kerzen…

… werden allein an jedem Wochenende im Osnabrücker Dom als Gebetslichter entzündet. Darin kommt die Sehnsucht der Menschen nach Solidarität zum Ausdruck. Gott wird quasi daran erinnert: Vergiss mich und meine Lieben bitte nicht in meiner „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ (GS 1), oder in meiner Dankbarkeit. Eine zweite Botschaft steckt in den vielen Lichtern: Ich bin mit meinen Problemen und Anliegen nicht allein. Weiterlesen

Irrlicht oder Leuchtfeuer?

leuchtturm_08_128Mit dieser etwas provozierenden Frage sollte nicht die Bibel als Offenbarung Gottes als solche hinterfragt werden, sondern die Art und Weise, wie wir heute mit der Bibel umgehen. Die Theologie nennt das „Biblische Hermeneutik“. Es gibt ein ganzes Bündel von Methoden, die Bibel auszulegen. Die „Wahrheit“ ist nicht in einer einzigen Methode zu finden, und alle Weiterlesen

Los geht’s!

Und [wieder] ist der Heilige Geist schneller als ich: Das lokale Nachtreffen der Teilnehmer an der [„Mehr“-Konferenz 2016] des Gebetshauses Augsburg ist auf dem Weg zur Konsolidierung einer Gebetsgruppe, die sich seit März 2016 regelmäßig trifft, erstmal monatlich an jedem 1. Sonntag im Monat von 19–22 Uhr an wechselnden Standorten, mit dem Schwerpunkt Anbetung. Wir Weiterlesen

Meine Basics

Nach meiner konfessionell-pastoralen Standort-Vergewisserung (siehe unten Punkt 4), aber noch vor dem Abschluss meiner Leiterfortbildungen und dem noch nicht ganz vollständigen Berufungs-Check fasse ich die Basics dieses Jahres als Volunteer in einer Gemeinde des evangelikal-charismatischen Mülheimer Verbands zusammen:

1. Programm

Auslöser für meinen Neuanfang ist der Masterplan von PP. Franziskus [„Evangelii Gaudium“], von dessen Nr. 3 ich mich [persönlich betroffen] sehe und die nicht nur Pflicht-Lektüre für alle pastoral Interessierten ist, sondern auch Einladung, Bekehrung konkret zu vollziehen, und zwar „noch heute“, also bis 24:00 Uhr!

  • Evangelisierung ist die Grundidentität jeglichen kirchlichen Handelns. Das kann man in „Evangelii Nuntiandi“ von PP. Paul VI. in Nr. 14 nachlesen.
  • Sie ist überhaupt erst Voraussetzung für die Feier der Eucharistie, wie es schon in der Liturgiekonstitution in Nr. 9 ausführlich biblisch begründet wird.
  • Die Erstverkündigung (Kerygma) benennt Evangelii Gaudium in Nr. 164 als „die Mitte der Evangelisierungstätigkeit und jedes Bemühens um kirchliche Erneuerung“.

Soweit der kurze „rote Faden“ zur Verwirklichung des [2. Vatikanischen Konzils] (1962–1965) und den Zielen, ohne deren Umsetzung die kath. Kirche Europas und Nordamerikas ihren eingeleiteten gesellschaftlichen Bankrott weiter vertiefen wird. Keryma und Bekehrung („Conversión“) als pastoraler Weg (Methode) in die Zukunft der Kirche habe ich mehrfach, [bes. hier mit den o.a. Zitaten] ausführlich beschrieben. PP. Franziskus wirbt für einen lupenreinen evangelikalen Ansatz – und damit ist er zutiefst katholisch, denn bereits seine beiden Vorgänger haben darauf insistiert. Bemerkt haben es im katholischen Deutschland bisher nur wenige. Evangelikal hat mit den Basics kirchlicher Aufgaben zu tun. Fundamentalismus ist etwas anderes.

2. Konsequenzen

Der pastorale Masterplan muss in die jeweiligen nationalen Kontexte übersetzt werden. Das haben alle deutschen Bischöfe in [„Gemeinsam Kirche Sein“] versucht, indem sie (rechtzeitig zum Reformationsgedenken 2017) das gemeinsame Priestertum aller Getauften und Gefirmten begründet und mit dem traditionellen Klerikalismus gebrochen haben, der die kirchlichen Grundfunktionen (Glaubensdienst, Gottesdienst, geschwisterlicher Dienst) den Hauptamtlichen reserviert und die Gemeindemitglieder zu bloßen Empfängern ihrer Entscheidungen macht (vgl. auch EG 120). Das gemeinsame Priestertum baut auf Jesus Christus als Eckstein und die Entfaltung der Charismen der Einzelnen zum Nutzen aller. „Charisma“ ist der Schlüsselbegriff „gemeinsamen Kirche-Seins“. Das ist kein weiterer Appell, nicht noch eine Sprechblase, sondern ich sehe es als liebevolle Aufforderung zum Change-Management auf allen pastoralen Ebenen. Die Zukunft der Kirche können sich die Bischöfe also nur als im besten Sinne charismatisch vorstellen!

Allerdings verwechseln sie immer noch die Grundaufgabe der Kirche (Evangelisierung) mit „Quelle und Höhepunkt“ (Eucharistiefeier). Sie versuchen nämlich, die Quadratur des Kreises aufzustellen, indem sie die Antwort darauf schuldig bleiben, wie denn das Ziel einer sonntäglichen Eucharistiefeier erreicht wird, wenn keine amtlich dafür Beauftragten zur Verfügung stehen werden. Was zwischen Quelle und Höhepunkt gehört, ist bei uns leider nur hier und da Inhalt pastoraler Strategien. Es gehört auch nicht in die hl. Messe, denn sie ist kein Evangelisationsevent und kein Religionsunterricht. PP. Franziskus gibt ein ganz anderes Ziel vor: Jede Pfarrei soll sich zum „Zentrum ständiger missionarischer Aussendung“ (EG 28) entwickeln, also zum Evangelisationszentrum in ihrem kontextuellen Umfeld. Das ist erst sekundär eine Strukturfrage. Primär ist die Selbstevangelisierung der Kirche am Ort, ihrer Teams und ihrer Mitglieder (EG 174). Quelle der Evangelisierung ist das Wort Gottes, die Bibel. Um das Wort des Herrn kann und soll sich jede christliche Gruppe versammeln.

3. Perspektiven

Mein dritter Basistext kommt vom Präses des Mülheimer Verbands, Ekkehart Vetter. In seinem Buch „Jahrhundertbilanz – erweckungsfasziniert und durststreckenerprobt“ (Bremen 2009) anlässlich des 100. Jubiläums des Gemeindeverbands entwickelt Vetter Zukunftsperspektiven, die nicht nur für seine und meine evangelikal-charismatische Freikirche bedeutsam sind, sondern Wege für die ganze Kirche aufzeigen. Seine Worte wirken auf mich geradezu prophetisch, denn sie enthalten überraschend viele und wesentliche Schnittstellen mit Evangelii Gaudium von PP. Franziskus von 2013. Zwischen den Ausführungen beider liegen vier Jahre. Das hat mich derart begeistert, dass ich eine Synopse der beiden Texte angefertigt habe, die ich mit Erlaubnis Vetters [zur Verfügung stellen] darf.

4. biblisch · katholisch · evangelikal · charismatisch

[Mein konfessionelles Profil] aus dem Webtagebuch meines ersten Jahres.